22. Oktober 2026

Rückblick auf die Trentino tech talks 2026

Am 20. Oktober fanden im MUSE, Museum der Wissenschaftsmuseum Trient, die Trentino tech talks 2026 statt. Unter dem Titel „HUMAN · AI · IT: Strategic Navigation between Talent, Sourcing and AI“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen dem Fachkräftemangel begegnen und gleichzeitig die Potenziale von Künstlicher Intelligenz gezielt nutzen können.

Bei den Trentino tech talks am 20. November 2026 richteten wir den Blick auf die Veränderungen, die künstliche Intelligenz in unserer Arbeitswelt auslöst. Welche Fähigkeiten werden künftig gefragt sein? Wie verändert KI die Aufgaben und Verantwortlichkeiten in Unternehmen? Und welche Rolle spielt die IT dabei?

 

Paola Grassi von Konverto führte durch das Programm und begleitete die Gäste durch einen Nachmittag voller Einblicke, Praxisbeispiele und Diskussionen.

 

 

HUMAN · AI · IT: Wenn Technologie die Arbeitswelt verändert

 

Künstliche Intelligenz verändert längst nicht mehr nur einzelne Arbeitsabläufe. Sie beeinflusst, wie Unternehmen Entscheidungen treffen, Kompetenzen aufbauen und ihre Zusammenarbeit gestalten.

Nach der Begrüßung durch Thomas Thuile, Direktor von Konverto, beleuchtete Prof. Alessandro Piva, Senior Director der Osservatori Digital Innovation und Leiter des European Digital Tech Watch, wie KI, Talente und Führungskräfte die Rolle der Unternehmens-IT neu prägen.

 

Dabei wurde deutlich, wie eng technologische Entwicklungen mit organisatorischen Fragen verknüpft sind. Denn wer KI sinnvoll einsetzen möchte, muss nicht nur in neue Lösungen investieren, sondern auch bestehende Strukturen und Verantwortlichkeiten hinterfragen.

 

 

Von ersten KI-Experimenten zum erfolgreichen Einsatz

 

KI-Anwendungen lassen sich heute vergleichsweise schnell testen. Doch wie gelingt es, daraus Lösungen zu entwickeln, die im Unternehmensalltag tatsächlich funktionieren?

Dieser Frage gingen Sebastian Munaretto und Emiliano Ricci vom Konverto Lab nach. Sie zeigten, wie Unternehmen KI strukturiert einführen können: von der Schulung der Mitarbeitenden und dem Aufbau sicherer Grundlagen über die Auswahl geeigneter Anwendungsfälle bis hin zur Integration in bestehende Prozesse.

 

Denn viele KI-Projekte kommen über die Pilotphase nicht hinaus. Häufig fehlen klare Ziele, eine verlässliche Datenbasis oder der Nachweis eines konkreten Nutzens. Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele Anwendungen auszuprobieren, sondern diejenigen zu identifizieren, die langfristig einen echten Mehrwert schaffen.

 

 

Wenn KI zum festen Bestandteil des Teams wird

 

Wie sehr künstliche Intelligenz unsere Arbeitsweise verändert, zeigt sich besonders in der Softwareentwicklung. Neue Anwendungen können schneller entstehen, während Fachabteilungen ihr Wissen unmittelbarer in die Entwicklung einbringen.

Diese Möglichkeiten bringen allerdings auch Herausforderungen mit sich. Sicherheit, IT-Governance und Wartbarkeit dürfen bei aller Geschwindigkeit nicht auf der Strecke bleiben. Mit dem Ansatz Expert on Site stellte das Konverto Lab einen Weg vor, wie sich KI-gestützte Entwicklung und die Anforderungen der Unternehmens-IT miteinander verbinden lassen.

 

Dass KI längst mehr sein kann als ein gelegentlich genutztes Hilfsmittel, zeigte auch die offizielle Vorstellung von Ailene, der neuen KI-Kollegin des Konverto Lab. 

Als digitaler Teil des Teams unterstützt sie unter anderem bei der Bearbeitung von Supportanfragen und beim Projektcontrolling. 

Dafür verfügt sie über eine eigene digitale Identität, klar definierte Aufgaben und entsprechende Zugriffsrechte.

Ailene übernimmt damit wiederkehrende Tätigkeiten und bereitet Informationen auf. 

Die Entscheidungen treffen weiterhin die Menschen. Ein konkretes Beispiel dafür, wie KI bestehende Teams unterstützen kann, ohne menschliche Verantwortung zu ersetzen.

 

 

Neue Kompetenzen, neue Aufgaben: Die IT im Wandel
 

Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf Unternehmen und ihre Mitarbeitenden? Und wie lassen sich interne Talente, externe Kompetenzen und neue Technologien sinnvoll miteinander verbinden?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der anschließenden Podiumsdiskussion mit Prof. Alessandro Piva, Daniela Bonomini, CEO von CiEffe, und Thomas Thuile, Direktor von Konverto.

Dabei ging es um die Herausforderungen einer Arbeitswelt, in der sich Anforderungen und Berufsbilder verändern und Unternehmen zunehmend neue Kompetenzen benötigen.

 

Auch die IT entwickelt sich weiter: Neben dem zuverlässigen Betrieb der Systeme rücken strategische Aufgaben stärker in den Vordergrund. Es gilt, technologische Möglichkeiten zu bewerten, Fachbereiche zu begleiten und Innovationen so umzusetzen, dass sie sicher und langfristig nutzbar sind.

 

 

Die Evolution geht weiter. Und wir gestalten sie mit.

 

Eine Frage zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung: Nicht alles, was sich mit KI automatisieren lässt, muss auch automatisiert werden.

Denn technologischer Fortschritt allein ist noch kein Erfolg. Entscheidend ist, wie Unternehmen neue Möglichkeiten nutzen, welche Aufgaben sie der KI übertragen und wo menschliches Wissen, Erfahrung und Urteilsvermögen unverzichtbar bleiben.

 

Im MUSE blickten wir auf Millionen Jahre Evolution zurück. Bei den Trentino tech talks ging es um eine Entwicklung, deren Auswirkungen wir gerade erst zu verstehen beginnen.

Wie die Arbeitswelt von morgen aussehen wird, ist noch offen. Sicher ist jedoch: Sie wird nicht allein durch die Möglichkeiten der KI bestimmt, sondern vor allem durch die Entscheidungen, die wir heute treffen.

 

Vielen Dank an alle Vortragenden, Gäste und das gesamte Konverto Team für die spannenden Impulse, den offenen Austausch und die vielen neuen Perspektiven.